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3-Säulen-Modell oder 4 Dimensionen? Nachhaltigkeitsmodelle

Modelle haben den Zweck, komplexe Zusammenhänge in vereinfachter Form darzustellen, um sie leichter verständlich zu machen. Im Bereich der nachhaltige Entwicklung wird meistens von dem Modell …
  • der drei (3) Dimensionen der Nachhaltigkeit – Soziales, Ökologie (Umwelt) und Ökonomie (Wirtschaft) – gesprochen.
  • Dieses wird auch als Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit dargestellt,
  •  alternativ als Nachhaltigkeits-Dreieck.

Im englischsprachigen Raum heißt das Drei-Säulen-Modell “Triple bottom line”.


Das Drei-Säulen-Modell wurde in den 1990er Jahren entwickelt und formalisiert, vor allem durch internationale Konferenzen und Organisationen wie die Vereinten Nationen (UN). Ein wichtiger Meilenstein war der Erdgipfel in Rio de Janeiro 1992, auf dem die Agenda 21 verabschiedet wurde. Diese internationale Vereinbarung legte den Rahmen für eine nachhaltige Entwicklung fest und förderte die Integration der drei Dimensionen von Nachhaltigkeit.

Drei-Säulen-Modell der Nachhaltigkeit ein Produkt kollektiver Anstrengungen und Diskussionen vieler Akteure auf internationaler Ebene und kann nicht auf eine einzelne Person zurückgeführt werden. Es ist das Ergebnis eines Prozesses, der durch Beiträge von Wissenschaftlern, Politikern und internationalen Organisationen geprägt wurde.


Neben den drei Dimensionen der Nachhaltigkeit wird oft auch von einer vierten gesprochen: der Governance bzw. Politik. Hierbei wird die Steuerung sowohl von Regierungsbehörden als auch im Privatsektor einbezogen (siehe auch Haase, 2020, S. 142; Sachs 2015, S. 8).

Doch es gibt nicht eine, sondern sogar drei Formen von vier Dimensionen:

  • Variante 1: Soziales, Ökologie, Ökonomie UND Politik / Governance
  • Variante 2: Soziales, Ökologie, Ökonomie UND Kultur (2010; wird nach Prof. Dr. Ute Stoltenberg (Leuphana Uni Lüneburg) im Bildungssektor genutzt)
  • Variante 3: Soziales, Ökologie, Ökonomie UND Institutionen

So oder so:


“Nur wenn Ökonomie, Soziales und Ökologie jeweils auf einer stabilen Basis stehen, können sie das Dach der Nachhaltigkeit tragen” (Haase, 2020, S. 8; Holzbaur, 2020, S. 36).

Anders ausgedrückt: “Nur eine ganzheitliche Betrachtung der Dinge ermöglicht wirklich eine nachhaltige Entwicklung” (Braun-Speck, 2023)

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